Zum Schuljahresabschluss 2023/24 , der in diesem Jahr mit dem Umzug und Abschied der FOS von unserer schönen Außenstelle Malstatt verbunden ist, kreierten kurz vor den Prüfungen einige unserer FOS-Design Schüler*innen (12er-Abschlussklassen) ganz besondere Kompositionen/ Entwürfe. Ob digital oder mit den in der FOS gewohnten Layoutstiften entstanden aus 5 Bilderinnerungsschnipseln ganz persönliche Collagen. Projekttitel: do you remember
Aufgabenstellung: “Finde mit der Kamera/dem Smartphone fünf (5 ist die Zahl des Menschen) Szenen, Objekte oder Orte in unserer Schule, von denen Du intuitiv spürst, dass sie für Dich auch in einigen Jahren noch eine emotionale Erinnerung hervorrufen könnten. Achte bei der Motivwahl auf Farben, Oberflächen, Geräusche, Gerüche etc. Fertige eine farbige Digitalcollage oder zeichne farbig Freihand mit Layoutstiften.“
(Katja Romeyke, FL Gestaltung & Kunst-/Designgeschichte, Dipl.Künstlerin)
Eigene Arbeiten der Künstlerin Katja Romeyke:
Romeyke zu ihrer Kunst: „Kunst schafft Leben – Leben schafft Kunst“
„Desöfteren finde ich Ideen für meine Schülerprojekte auch durch meine eigene Atelierarbeit und manchmal sogar umgekehrt.
Hier ein aktuelles Beispiel aus der Praxis:
Der Projektteil Blick zurück nach vorn ist seit einiger Zeit Teil meines diary-project/diaries of bodyspiritsoul. Dieser Projektteil (ich nenne ihn auch body) skizziert Orte, wo ich physisch anwesend war und eine Geschichte erzählen könnte, was ich dort erlebt habe. Ähnlich, wie es in Tagebucheinträgen geschieht. Es ist also eine Art Bildtagebuch.
Meine Motive werden real auf Holz (A3) gedruckt. Sie sind neben vielen anderen künstlerischen Arbeiten auch auf Instagram unter katja.romeyke zu finden. Diese künstlerische Auseinandersetzung beinhaltet nun sowohl Motive der Erinnerung aus Malstatt, als auch Motive des zukünftigen Werkstattortes am Mügelsberg (im ehemaligen IMZ-Gebäude). Basis dieser Arbeiten ist, wie schon seit Jahren, ein Raumausschnitt in einer ganz bestimmten Ästhetik..nämlich weiße Linien und Strukturen/Zeichnung auf schwarzem Grund. Viele Betrachter*innen meinen deshalb eine Radierung vor sich zu haben.- Das ist so gewollt. Ich nenne sie Röntgenzeichnungen (Röntgenbilder sind privat). Diese Äthetik schafft Abstraktion und distanziert/chiffriert viele Motive angemessen…man verschlüsselt Bilder, um die Neugierde der Betrachter*innen zu wecken. Im Blick zurück nach vorn finden sich als Ergänzung zu den Röntgenzeichnungen farbige, abstrakte Einlassungen/Ausschnitte als Collage, die den emotionalen Aspekt dieser Raumsituation und des Umfeldes zugänglich machen und den Blick aufs Detail locken. Es fällt auf, dass in Malstatt zu grau (Beton), blau (Metallrahmen der Türen und Fenster) viel grün und braun/Holztöne Teil der Gestaltung sind. Am IMZ- Gebäude fand ich grau und rot im Treppenbereich, rote Stühle, das Weiß und Schwarz der Wände und Säulen. Der Baum am Fenster hatte noch kaum Blätter…es käme inzwischen sicher auch grün hinzu und später mit den Möbeln auch Holztöne. Das werden dann weitere Arbeiten nach dem Umzug zeigen.
Einige der in diesem Projekt bisher entstandenen Arbeiten sind unten zu sehen.“ (Katja Romeyke)